Mittwoch, 4. Februar 2015

Wie Vorlesen nicht nur dein Kind bereichert

Alle Mamas und Papas kennen das: 
Der kleine Uhrzeiger hat fast die Sieben erreicht, das Sandmännchen fährt gleich wieder mit irgendeinem komischen Gefährt über den Bildschirm des Fernsehers, und wenn es dann endlich seinen Sand verstreut hat, dann ist es so weit:


FEIERABEND! AB INS BETT!

Schnell noch in den Schlafanzug, Zähne putzen und dann wird geschlafen!






ODER AUCH NICHT …

Erst noch etwas trinken und eigentlich hat das Kleine auch noch Hunger und irgendwie zwickt der Bauch und überhaupt … ist es leider putzmunter.

Das ist der Beweis:
Fernsehen bringt unseren Kleinen nicht den von uns Eltern ersehnten Schlaf. Selbst so ein langweiliger Sandmann, dessen Aufgabe es doch ist, Schlafsand – sprich: S C H L A F – sand zu verteilen, hat seinen Job total verfehlt.

Also musst du noch einmal ran, obwohl dir doch jetzt der Feierabend zusteht. Doch es nutzt nix. Jetzt heißt es Vorlesen.

Und das ist auch gut so!

WARUM?
  • Weil Vorlesen nicht nur gut ist, um die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens zu fördern, sondern eben auch Platz bietet, die Bindung zu meinem Kind zu intensivieren. Über den Inhalt des Buches kommen häufig Gespräche auf, die Ängste und Sorgen der Kinder beinhalten - oder auch Freude und Erwartungen, die sonst so gar nicht angesprochen worden wären.
  • Weil Vorlesen Spaß macht. Auch wenn dich das Sandmännchen soeben hat einlullen lassen, wenn du erst mal die verschiedenen Tiere und Figuren aus den Kinderbüchern zum Leben erweckst und du deine schauspielerischen Talente entdeckst, dann wirst auch du dich auf das abendliche Ritual freuen. Fortgeschrittenen Vorleseschauspielern kann ich wärmstens die Gespensterjäger von Cornelia Funke empfehlen. Wer den Hugo sprechen kann, hat schon die Silbermedaille verdient, denn Hugo üst etwos schwürig zu lösön (bringt dafür aber 'ne Menge Spaß!). .
  • Weil man die Kinder abends schneller ins Bett kriegt, wenn dort im Bett noch eine schöne Geschichte auf sie wartet, die sie mit Mama oder Papa ganz kuschelig erleben dürfen.
  • Weil du deinem Kind mit einer Geschichte einen Aufhänger gibst für schöne Träume. Sagt dir dein Kind nach dem Lesen, dass es nicht einschlafen kann, dann kannst du ihm vorschlagen, doch Pippi in der VillaKunterbunt zu besuchen und gemeinsam auf dem Kleinen Onkel auszureiten. Dann kann es zusammen mit Pippi vom Kleinen Onkel zum Meer getragen werden - oder zum Mond (in seiner Fantasie ist alles möglich). 

Und so bereichert das Vorlesen nicht nur dein Kind mit neuen, schönen Welten und Figuren, es fördert den Zusammenhalt eurer Beziehung, macht Spaß und gibt Raum für kreative Fantasie.

Dabei ist Vorlesen auch dann noch empfehlenswert (s. Artikel der Bild-Zeitung), wenn die Kinder bereits lesen können. Meine Jüngste ist neun Jahre und wir lieben unser allabendliches Ritual, zumal die Geschichten für etwas ältere Kinder auch uns Erwachsene super zu unterhalten vermögen).

Und hier noch ein TIPP:

Kinder-eBooks sind platzsparend und schonen den Geldbeutel (siehe auch meinen Bericht „5 Gründe, warum du deinem Kind auch mal ein eBook gönnen solltest“). Und laut Expertenmeinung ist es egal, ob aus einem Buch oder von einem Reader vorgelesen wird. Wichtig ist, DASS vorgelesen wird.

Darum stelle ich seit Kurzem auf dieser Website immer mal wieder Kinder-eBooks vor, die günstig oder sogar gratis sind und die gute Bewertungen erhalten haben.
Denn: Es gibt so viele schöne Bücher – lasst sie uns weiter verbreiten.

Und – wie sieht es bei dir aus? Schnarchst du noch oder liest du schon?
Schreib mir gerne deine Meinung zum Thema Vorlesen.

Liebe Grüße 
Pebby Art


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