Freitag, 10. Januar 2014

Das Komplott – oder wie man sich gegenseitig hilft



Im Post vom 04. Januar habe ich euch Anton und Antonia vorgestellt.
Ihr nicht ganz einfaches Verhältnis zueinander führte in der gezeigten Bilderfolge dazu, dass sich Kätzchen Antonia zurückzog, mit sich und der Welt zufrieden, hatte sie doch gerade Antons Wange mit fünf Krallenstrichen aufgehübscht. Anton hingegen verlor gefühlte drei Liter Blut und hofft nun unter hohem Tränenverlust auf ein paar tröstende Worte von Oma.

Antons Oma heißt Agnes, sie befindet sich derzeit in der Küche und in einem fortgeschrittenen Stadium der Lebensphase (sie zählt 78 Jahre, falls sie sich nicht verrechnet hat). Sie sieht zwar nicht mehr gut, aber dafür noch gut aus (findet sie). Und sie weiß auch, woran das liegt. Ihre weniger als bei ihrer Nachbarin ausgeprägten Lebensfalten verdankt sie ihrer täglichen Gurkenkur. Davon ist sie überzeugt.
In der Küche befindet sie sich, weil die Küche generell ein gern genutzter Raum für Familienmitglieder ist, schließlich sind dort die Hauptnahrungsquellen aufzuspüren. Doch Oma Agnes ist nun keineswegs mit der Zubereitung dieser beschäftigt. Das überlässt sie lieber ihrer Schwiegertochter. Zwar tummeln sich gerade wieder Gurken, Paprika & Co. auf dem Küchentisch, vor dem Oma Platz genommen hat, doch sind diese Lebensmittel lediglich in digitaler Form anwesend, denn auf dem Küchentisch steht ein riesiger Bildschirm (die Größe ist den schlechten Augen geschuldet) und auf diesem tummelt sich gerade der Supersalat aus eigenem Anbau. Leider ist dieser Supersalat bereits gestern vertilgt worden (nur Antonia hat ihn verschmäht). Doch während in anderen Familien nach dem Mahl nichts übrig bleibt als das Futter für die Spülmaschine, sorgt Oma Agnes dafür, dass ihr Essen stets in Erinnerung bleibt. Für sie – für ihre Familie – für jeden. Denn Oma Agnes ist Bloggerin und alles, was ihr wichtig ist, wird gebloggt. Der Salat ist wichtig, denn er sah nicht nur gut aus, sondern schmeckte auch so. Anton ist wichtig, denn er ist ihr Enkel und Fotomodel, meist nicht ganz freiwillig, aber das ist ja egal.

Und aufgrund dieser Gegebenheiten und Persönlichkeiten, die nun einmal so sind, wie sie sind, spielt sich am heutigen Tag, dem Tag, an dem Antonia mal wieder Antons Gesicht gezeichnet hat (was nicht heißt, dass sie es zu Papier gebracht hat, sondern dass sie ihr Zeichenwerkzeug auf Antons Gesicht ausprobiert hat), an diesem Tag spielt sich in Omas Küche folgende Szene ab:
 







Und ich wette mit euch, dass Oma Agnes gleich noch die Zaziki-Bar öffnen wird - für Antonia, denn Antonia liebt Zaziki. Und etwas Zaziki hat sie sich verdient, findet Oma Agnes. Wer sonst verschafft ihr so schöne Themen?

Passt also auf, falls euch etwas passiert, was euch nicht passieren sollte - vielleicht ist Oma Agnes in der Nähe - oder Antonia;).

Liebe Grüße
Pebby